Rees-Dart-Track #02
Rees-Dart-Track, der zweite Tag; die Wolken vom vorhergenden Tag haben sich in der früh noch ziemlich tief im Tal gehalten; dann setzte ein kurzer Nieselregen ein, anschließend konnte man dann in Minutenschnelle die Wolken wegziehen sehen; übrig blieb blauer Himmel und eine stechend heiße Sonne;
nach der Trackbeschreibung zu urteilein sollte uns heute der schwierigste Tag bevorstehen; 600 Höhenmeter sollten überwunden werden; es war definitiv auch der schwierigste Tag, aber an sich nicht wirklich heftig;
nach 2 Stunden stetigen Bergauflaufens wurde dann der Rees-Sattel erreicht, die höchste Erhöhung der gesamten Tour; und der darauf folgende steile Abstieg war sehr viel schlimmer als der vorausgehende steile Anstieg; heftig schmerzende Knie waren nicht zu vermeiden und als dann endlich die Dart Hut in Sicht kam, war meine Freude ziemlich groß; zum nachmittäglichen Mittagessen gabs dann lecker Couscous mit indischer Gewürzpaste; ich liebe das Hüttenleben;
der dritte Tag lief sich wie vorhergesehen aufwärts angenehm und abwärts unangenehm;
nach meinen Knien zu urteilen ist mein tatsächliches Alter 91; was solls, wer was schönes sehen will muss eben leiden; und schön wars wirklich; gelaufen wurde durch das Dart Tal zurück in Richtung Paradise; durch weitläufige Grasebene, durch Regenwälder, über Flüsse und Stock und Stein; das Tagesgespräch drehte sich vor allem um die unerhört luxuriösen Toiletten (Wasserspülung);
so stolperte man dahin durch Isengard und die Zeit verging wie im Flug; abends stand uns dann die größte Herausforderung bevor; eine mit Sandfliegen verseuchte Hütte; diese Biester sind nicht wie Mücken; es sind Monster; die in einem Schwarm um dich herumfliegen und sich auf dich stürzen wenn du für eine hundertstel Sekunde still hälts; dir die Haut aufschlitzen und dich auffressen; durchs auftragen einer Dunstwolke aus Off-Spray, sieht die Welt auch schon wieder viel besser aus; gefolgt von schmerzfreien Träumen;
der letzte Tag ging ebenfalls durch grasbewachsenen Täler und Regenwälder zum Chinamon’s Carpark; und man freut sich dann immer wieder von neuem dass man den 10 (?) Kilo schweren Rucksack über die Stock und Stein geschleppt hat; neue Leute kennengelernt hat; Wind und Wetter getrotzt hat und darf zu recht stolz auf sich sein;
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